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Wahlkampftagebuch 1

Mein Wahltagebuch – Einsichten. Aussichten. Haltungen. Ausgabe 1

Mit diesem neuen Format möchte ich Euch ab sofort hier auf meiner Homepage gern regelmäßig kurz und knapp darüber informieren, was mich im Wahlkampf und darüber hinaus aktuell bewegt oder bewegt hat, wo ich unterwegs war, welche Anregungen ich aus den vielen Gesprächen mitnehme und was mir sonst noch wichtig ist. So könnt Ihr mich als Person auch jenseits der Parteipolitik noch besser kennenlernen, denn eine Direktkandidatur für den Bundestag ist für mich auch eine Persönlichkeitswahl.

Noch sind es gut fünf Wochen bis zur Wahl. Die Briefwahl hat gerade begonnen und damit biegt der Wahlkampf gewissermaßen schon fast in die Schlussrunde ein. Ende März wurde ich zur Direktkandidatin für den Wahlkreis 176 gewählt, ich gebe zu, das hat mich durchaus stolz gemacht. Seitdem bin ich viel unterwegs, lerne täglich tolle Menschen und Initiativen kennen. Ich mag den direkten Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern in meinem Wahlkreis, denn in der direkten Diskussion kann man Menschen am besten überzeugen, selbst Fragen stellen, zuhören und mögliche Lösungsansätze diskutieren oder zumindest Unterstützung anbieten.

Ob auf Wochenmärkten, bei Online-Diskussionen, auf Wandertouren, an Wahlständen oder auch im Haustürwahlkampf, egal ob es um Themen wie Corona, Steuern, Klimaschutz, Bildung, Gleichberechtigung oder Pflege im Alter geht, der Diskussionsbedarf ist groß und nicht selten hört man den Satz „Irgendwie weiß ich gar nicht, wen ich wählen soll.“ Auch am Donnerstag beim „Roten Feierabend“ in Villmar war das so. Woran liegt das? Ich bin fest überzeugt, die SPD hat die richtigen Antworten auf viele der aktuellen Herausforderungen, aber wir müssen dies deutlich besser und offensiver vertreten. Bildungschancen für alle und die gleichberechtigte Teilhabe aller an der Gesellschaft unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung sind mir wichtig. Das sind Grundwerte sozialdemokratischer Politik und diese Werte sind für mich nicht verhandelbar. Dafür bin ich angetreten und dafür bin ich jetzt zu Fuß, per Rad, Bahn und natürlich mit meinem kleinen roten Flitzer viel unterwegs, um Menschen davon zu überzeugen, dass unser Land eine starke Sozialdemokratie braucht. Gerade jetzt. Denn eine starke Wirtschaft oder ein aktiver Klimaschutz brauchen auch immer eine soziale Komponente.

Ich bin sehr froh und dankbar, dass diese Haltung von Vielen geteilt wird und dass ich in meinem Wahlkampfteam vor und hinter den Kulissen Unterstützung von Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft habe, die durchaus nicht alle ein SPD-Parteibuch besitzen. Danke an dieser Stelle an mein Team. So machen Wahlkampf und Politik bei aller Ernsthaftigkeit auch Spaß.

Es gab in den zurückliegenden Wochen aber auch Momente, da wurde Politik plötzlich zur Nebensache, da ging es einfach darum zusammenzustehen und Haltung zu zeigen. Die Flutkatastrophe war so ein Ereignis. Zwei Dinge haben mich dabei besonders bewegt und tun es noch immer: das eine ist die anhaltende Solidaritätswelle der Menschen und das andere war eine starke Geste des Zusammenhalts, als Malu Dreyer und Angela Merkel im Katastrophengebiet Hand in Hand auf die Betroffenen zugingen. Hier spielte das Parteibuch keine Rolle, beide haben parteiübergreifend zusammengestanden, den Menschen zugehört und Hilfe zugesichert. Für mich war das ein sehr bewegender Moment und mehr als eine Geste. Es zeigte Charakter, Solidarität und Gemeinschaft im Angesicht einer Katastrophe. Wie anders ist es doch jetzt bei der Bewertung der Situation um Afghanistan. Fast kann man den Eindruck gewinnen, die gegenseitigen Schuldzuweisungen überdecken das Totalversagen der gesamten westlichen Welt. Es ist nicht gelungen, das Land zu befrieden und wir haben vor allem jene im Stich gelassen und bitter enttäuscht, die sich vor Ort für mehr Demokratie stark gemacht haben. Dieser Schaden wird anhalten und die Frage überdauern, welches Ministerium wann und zu welchem Zeitpunkt die Lage falsch eingeschätzt hat. Gleichwohl muss sich die Politik auch dieser Frage stellen.

Das war ein kurzer Einblick in meine aktuelle Gedankenwelt. Darüber, vor allem aber über Themen, die meinen Wahlkreis betreffen, können wir gern ins Gespräch kommen. Hier auf dieser Seite findet Ihr alle Termine, an denen Ihr mich treffen und vor allem gern ansprechen könnt. https://alicia-bokler.spd.de/termine/ Am 24. August bin ich in Usingen und Runkel, am 25. August heißt es wieder „Roter Feierabend“, diesmal in Villmar-Weyer. Und an diesem Wochenende wird erst einmal gewandert für einen guten Zweck. Da nehme ich an der 24-Stunden-Wanderung des Naturparks Taunus teil.

Wenn Ihr Fragen an mich habt oder Themenwünsche, die ich ggf. auch in diesem Format kurz und knapp aufgreifen soll, dann schreibt mir am besten eine Mail unter alicia.bokler(at)spd-villmar.de Ich melde mich dann zeitnah.

Eure

Alicia Bokler